• AMichel: Hände auf Reisen
  • Michel: Häuptling Sprechende Hand
  • Bis Weihnachten ist`s nicht mehr weitBis Weihnachten ist`s nicht mehr weit
  • Jetzt geht`s richtig losJetzt geht`s richtig los
  • Mit den Händen singen
  • Der fröhliche immer-währende Geburtstags- und Gebärdenkalender

DGS - SdmHa

Der fröhliche immer-währende Geburtstags- und Gebärdenkalender
von Irene Leber & Jörg Spiegelhalter

Mit Gebärden der Deutschen Gebärdensprache (DGS)
Online Version: www.gebaerden-forum.de/gebaerdenkalender-DGS
Wer benutzt Gebärden?

Das Interesse an Gebärden in Deutschland steigt ständig. Gebärden werden zunehmend anerkannt und von verschiedenen Personengruppen eingesetzt:

Deutsche Gebärdensprache (DGS) der Gehörlosen:

Für gehörlose Menschen sind die Gebärden der Deutschen Gebärdensprache mit eigenständiger Syntax seit langem die wichtigste Kommunikationsform.

Gebärden in der Unterstützten Kommunikation

Es gibt viele Menschen mit Behinderung, die zwar hören, aber trotzdem große Probleme haben, verständlich zu sprechen und/oder gesprochene Sprache zu verstehen. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass Gebärden auch für diese Menschen eine wertvolle Verständigungshilfe sein können. Mittlerweile werden Gebärden systematisch und mit großem Erfolg in der Unterstützten Kommunikation angeboten.
In der Unterstützten Kommunikation kann in der Regel nicht von der Deutschen Gebärdensprache (DGS) gesprochen werden, da die Gebärden nicht mit ihrem eigenen grammatikalischen System vermittelt werden.

Auch die lautsprachbegleitenden Gebärden (LBG, oft von schwerhörigen Menschen eingesetzt), bei denen jedes Wort eines gesprochenen Satzes simultan gebärdet wird, kommen in der Unterstützten Kommunikation selten vor.
Meist werden die Gebärden lautsprachunterstützend (LUG) eingesetzt, d.h. die Lautsprache steht weiterhin im Mittelpunkt und die wichtigsten Wörter (Schlüsselwörter) werden gebärdet.

Gebärden für Babys:

Aus Amerika stammt die Idee zu Babygebärdenkursen für Babys. In der letzten Zeit werden auch bei uns immer häufiger Gebärden bei kleinen Kindern ohne Beeinträchtigung eingesetzt, damit diese sich bereits verständigen können, bevor sie die Lautsprache erlernen.
Für alle Benutzer gilt, dass bei der Ausführung der Gebärden die dominante Hand verwendet wird. Das heißt: manche Menschen gebärden mit links, andere mit rechts.

Zum Kalender:

Der Einstieg ist für Gebärdenlernende nicht immer einfach. Es müssen Methoden gefunden werden, mit denen sich die Betroffenen und möglichst viele Bezugspersonen die Gebärden aneignen können. Es gibt Gebärdenkurse, Computerprogramme, Filme, Bücher, CDs, Poster und Liederbücher mit Gebärden.

Um die Gebärden nach und nach zu lernen, verbreitete Allmuth Bober bereits in den 90er Jahren die Idee, eine „ Gebärde der Woche“ einzuführen. Erfolgreich werden seit dem Woche für Woche oder auch Monat für Monat in ganz Deutschland von engagierten Personen Gebärden auswählt, die in Einrichtungen und Familien verbreitet werden. Gebärden werden in Konferenzen und Besprechungen gemeinsam gelernt, Gebärdenabbildungen an Bezugspersonen als Kopie verteilt, als Bildschirmschoner genutzt oder in den Einrichtungen ausgehängt.

Um den Einstieg in diese Form des Gebärdenlernens zu erleichtern wurde der „Immerwährende Gebärdenkalender“ entwickelt: Als Gebärdenwortschatz wurden Begriffe gewählt, die möglichst vielseitig eingesetzt werden können und einen ersten kleinen Grundwortschatz vermitteln. Dieser muss natürlich nach eigenen Bedürfnissen ergänzt werden. Einsteiger haben mit dem Kalender die Möglichkeit, Monat für Monat vier Gebärden zu lernen. Wenn sie dann darauf achten, dem Kalender entsprechend eine Gebärde nach der anderen in Alltagssituationen regelmäßig einzusetzen, werden sie bald erste Erfolge in der Kommunikation mit Gebärden haben.

Auswahl der Gebärden aus DGS

Die in diesem Kalender abgebildeten Gebärden stammen aus den Gebärdenlexika der Deutschen Gebärdensprache. In der DGS gibt es viele regional unterschiedliche Gebärden. Wir haben bei der Auswahl der Gebärden versucht, die mit „Schau doch meine Hände an“ und /oder MAKATON übereinstimmenden Gebärden auszuwählen. Fortgeschrittene können daher immer wieder auf Gebärden stoßen, die nicht mit den von ihnen gelernten Gebärden übereinstimmen.